Institutionelles Schutzkonzept

Prävention von sexualisierter Gewalt

Augen auf! Hinsehen und schützen! - Ein Vorwort

AUGEN AUF! HINSEHEN UND SCHÜTZEN!

Unter dieses Motto hat das Bistum Münster seine Bestrebungen und Maßnahmen zum Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexualisierter Gewalt gestellt. Aus dem Motto wird deutlich, dass bereits das verstärkte Hinsehen, also das Nicht-Weg-Schauen, einen aktiven Schutz für Kinder und Jugendliche darstellen kann!

Wir als Kirche im Bistum Münster sind uns unserer besonderen Verantwortung für den Schutz der Kinder und Jugendlichen in unseren Einrichtungen bewusst. Um dieser Verantwortung nachzukommen, hat unser Bischof D. Felix Genn unterschiedliche Maßnahmen zur Vorbeugung von sexualisierter Gewalt eingeführt, die in der "Ordnung zur Prävention von sexuellem Missbrauch" (kurz: Präventionsordnung) dokumentiert sind. Diese bilden die Grundlage unserer Anstrengungen in der Präventionsarbeit.

Wir sprechen Sie als Mitchristen und Engagierte im Kontakt mit Kindern und Jugendlichen an, damit auch Sie unseren Einsatz zum Schutz von Kindern und Jugendlichen gegen sexualisierter Gewalt aktiv unterstützen.

Helfen Sie mit Ihren Augen und Ihrer Aufmerksamkeit mit hinzuschauen und Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene besser vor sexuellen Übergriffen zu schützen.

(zitiert von: praevention-im-bistum-muenster.de)

Unsere Pfarrgemeinde ist - wie alle Kirchengemeinden im Bistum Münster aufgefordert, im Laufe dieses Jahres (2018) ein Institutionelles Schutzkonzept (ISK) zu erstellen. Dieses soll helfen, dass es bei der Prävention von sexualisierter Gewalt an Minderjährigen und schutz- ­oder hilfebedürftigen Erwachsenen nicht nur bei Worten bleibt, sondern alltagstaugliche Wege zur nachhaltigen Umsetzung vereinbart werden.

Ein erster Schritt

In einem ersten Schritt zur Erstellung des ISK wurden in unserer Pfarrei die unterschiedlichen in der Kinder- und Jugendarbeit tätigen Gruppierungen (Messdiener, Kinderchöre, Ferienlager, Ferienspiele, Verbände, Katechetenteams...) angeschrieben und befragt:

  • Wie sieht das jeweilige Angebot aus?
  • Wie ist das Alter der Zielgruppe?
  • Gibt es bereits eine fest verankerte Präventionsschulung für neue GruppenleiterInnen oder sonstige BetreuerInnen?
  • Wer kann AnsprechpartnerIn bei der Erstellung des ISK sein?


In einem nächsten Schritt wird es zu einem Treffen der benannten AnsprechpartnerInnen kommen, um weitere Schritte zur Erstellung des ISK zu beraten.

Auch einen Ansprechpartner bzw. eine Präventionsfachkraft werden wir für unsere Gemeinde benennen müssen.

Der zweite Schritt

Ende Mai fand ein erstes Treffen von Gruppen, Verbänden und Mitarbeiter/-innen der Pfarrgemeinde statt. Aus diesem Treffen erwuchsen zwei Arbeitsaufträge:

  • Jede Gruppe/Leiterrunde, die mit Kindern und Jugendlichen arbeitet, macht sich in den nächsten Wochen Gedanken über einen für die jeweilige Gruppe verbindlichen Verhaltenskodex: Welche Werte und Umgangsformen möchte die Gruppe festschreiben? Gerade die bald anstehenden Sommerlager und Ferienspiele laden ein, hier nochmal genau hinzusehen und eigene Verhaltensweisen auf den Prüfstand zu stellen. Wenn bei der Erstellung des Verhaltenskodex Hilfe benötigt wird, kann z.B. im Seelsorgeteam um Unterstützung nachgefragt werden.
  • Eine kleine Arbeitsgruppe wird sich zudem Gedanken machen, wohin sich unser ISK entwickeln soll und wie wir dieses Ziel erreichen.

Ansprechpartner / wichtige Telefonnummern

Telefonnummern von Ansprechpartnern und der Präventionsfachkraft in unserer Gemeinde. mehr

Virtueller Trainingsraum
"360 Grad Achtsam"

Interaktives Training zur Prävention von sexualisierter Gewalt: www.360-grad-achtsam.de

Schutzkonzept